DSWV warnt vor bis zu 400 Millionen Euro an illegalen Wetten zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026
Geschrieben von Viktor Otto · 9.7.2026

DSWV warnt vor bis zu 400 Millionen Euro an illegalen Wetten zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026

Der Deutsche Sportwettenverband hat vor einem möglichen Abfluss von bis zu 400 Millionen Euro an Wetteinsätzen auf die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zu unregulierten Offshore-Anbietern gewarnt, während lizenzierte Betreiber in Deutschland voraussichtlich zwischen 600 und 700 Millionen Euro verzeichnen werden, und diese Einschätzung beleuchtet die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Eindämmung illegaler Aktivitäten während großer Sportereignisse.
Die Zahlen stammen aus einer aktuellen Stellungnahme des Verbands, die auf Erfahrungen mit früheren Großereignissen und Marktanalysen beruht, während Deutschland den Glücksspielstaatsvertrag von 2021 im Laufe des Jahres 2026 überprüfen will, um die bestehenden Regelungen anzupassen und die Kanalisierung zu verbessern.
Hintergründe zur Markteinschätzung des DSWV
Experten des Verbands haben bei der Bewertung der kommenden Weltmeisterschaft festgestellt, dass das Interesse an Sportwetten in Deutschland weiterhin hoch bleibt, und gleichzeitig besteht die Gefahr, dass ein signifikanter Teil der Einsätze über nicht lizenzierte Plattformen abgewickelt wird, weil diese oft höhere Quoten oder weniger strenge Einschränkungen anbieten, während die lizenzierten Anbieter strengen Auflagen unterliegen.
Die Warnung basiert auf Beobachtungen während vergangener Turniere, bei denen ähnliche Muster auftraten, und sie unterstreicht die Notwendigkeit, die Attraktivität des regulierten Marktes weiter zu stärken, damit Spieler sich vermehrt für legale Optionen entscheiden.
Erwartete Wettvolumina und Verteilung
Nach den Prognosen des DSWV sollen die lizenzierten Betreiber insgesamt 600 bis 700 Millionen Euro an Einsätzen für die WM 2026 generieren, und dieser Betrag zeigt, dass der regulierte Sektor bereits ein beträchtliches Volumen erreicht hat, während der illegale Markt potenziell bis zu 400 Millionen Euro zusätzlich abziehen könnte, falls keine zusätzlichen Maßnahmen greifen.
Die Verteilung der Einsätze hängt stark von der Effektivität der Kanalisierung ab, die seit Inkrafttreten des Staatsvertrags im Jahr 2021 kontinuierlich verbessert werden soll, und Beobachter merken an, dass große Ereignisse wie die Weltmeisterschaft diese Bemühungen besonders auf die Probe stellen.
Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags im Jahr 2026
Die geplante Überprüfung des Interstate Gambling Treaty von 2021 findet später im Jahr 2026 statt, und sie bietet eine Gelegenheit, bestehende Regelungen zu evaluieren sowie Anpassungen vorzunehmen, um den illegalen Markt weiter einzuschränken, während die Kanalisierung von Wetten in legale Kanäle gefördert wird.
Vertreter der Branche weisen darauf hin, dass die Ergebnisse dieser Überprüfung entscheidend für die zukünftige Entwicklung des Marktes sein werden, und sie betonen die Bedeutung einer einheitlichen Umsetzung in den Bundesländern, um Lücken zu schließen, die Offshore-Anbieter derzeit nutzen.

Auswirkungen auf die Kanalisierungsbemühungen
Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen die fortlaufenden Herausforderungen bei der Kanalisierung, und sie zeigen, dass trotz der Erfolge der lizenzierten Anbieter ein erheblicher Anteil des Wettvolumens weiterhin in den Schwarzmarkt fließt, weil Spieler oft durch Werbung oder bessere Konditionen angelockt werden.
Studien und Marktbeobachtungen, die im Vorfeld der WM durchgeführt wurden, haben ergeben, dass die Attraktivität regulierter Plattformen durch zusätzliche Sicherheitsmerkmale und transparente Abläufe gesteigert werden kann, während gleichzeitig die Durchsetzung gegen illegale Anbieter intensiviert wird.
Relevanz für den deutschen Glücksspielmarkt im Juli 2026
Im Juli 2026 wird die Überprüfung des Staatsvertrags voraussichtlich in vollem Gange sein, und zu diesem Zeitpunkt könnten neue Erkenntnisse über die Wirksamkeit der bestehenden Regelungen vorliegen, die dann in konkrete Anpassungen münden, um das Wettvolumen bei zukünftigen Ereignissen stärker in legale Bahnen zu lenken.
Die Warnung des DSWV fällt damit in eine Phase, in der politische und regulatorische Entscheidungen vorbereitet werden, und sie liefert wichtige Impulse für Diskussionen über die Balance zwischen Verbraucherschutz und Marktfreiheit.
Fazit
Die Einschätzung des Deutschen Sportwettenverbands zu den potenziellen Verlusten durch illegale Anbieter während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 fasst die aktuellen Spannungen im deutschen Wettmarkt zusammen, und sie macht deutlich, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, um die Kanalisierung zu verbessern und den regulierten Sektor zu stärken, während die Überprüfung des Staatsvertrags im Laufe des Jahres 2026 entscheidende Weichen stellen wird. Warning on illegal betting volumes during 2026 FIFA World Cup (industry estimate)